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Der Stadtjugendring Augsburg appelliert an die Wirtschaft, Ehrenamtliche nicht zu benachteiligen

„Der Fall der jungen Feuerwehrfrau, die ihren Arbeitsplatz verlor, weil sie Anderen zur Hilfe geeilt ist, spiegelt auf dramatische Weise die Situation vieler Aktiven in der Jugendarbeit wider“, so Raphael Brandmiller, Vorsitzender des Stadtjugendrings Augsburg.

So ist auch beim Bayerischen Jugendring seit Jahren ein deutlicher Rückgang bei den Freistellungsanträgen von Jugendleiterinnen und Jugendleitern bei ihren Arbeitgebern zu verzeichnen.

Ein konjunkturelles Tief hat auch immer direkten Einfluss auf die Akzeptanz bei den Arbeitgebern. „Viele Engagierte trauen sich gar nicht mehr ihren Chef um eine Freistellung zu bitten, die ihnen nach dem Gesetz sogar zustehen würde“, sagt Raphael Brandmiller. Ein alarmierendes Zeichen ist für den SJR Augsburg auch der Rückgang von Anträgen Arbeitnehmer zur Freistellung für die Mitarbeit bei Jugendfreizeiten und Ähnlichem. Allein in Schwaben sank die Zahl von 2008 auf 2009 um über 25%.

Jugendarbeit lebt vom ehrenamtlichen Engagement, sie bietet tagtäglich ein sinnvolles und attraktives Freizeitangebot für unsere Kinder und Jugendliche. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss dies sichergestellt werden. Handwerk und Wirtschaft haben wiederholt betont wie wesentlich für den beruflichen Erfolg die in der außerschulischen Jugendarbeit gewonnenen sozialen Kompetenzen sind.

Nach Ansicht von Raphael Brandmiller sind sowohl Arbeitgeber wie Politik gefordert, den Mehrwert von Ehrenamtlichkeit für Gesellschaft und Wirtschaft deutlich zu machen, damit Menschen die sich für die Allgemeinheit einsetzen nicht diskriminiert werden.


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