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Sommer 2003 - geht die Jugend baden?!

„Auf unseren Karten wird auf die hochsommerlichen Temperaturen angespielt“, so der stellvertretende Vorsitzende Sebastian Kunzendorf. „Das Problem ist, wenn sich nicht drastisch etwas verändert, dann bekommen rund 20 % der Ausbildungsplatzsuchenden in diesem Jahr keine Ausbildungsstelle“.


Es gibt zwei verschiedene Motive der Postkarten, die in allen Szenekneipen der Stadt über den „Postart“-Verteiler ausliegen. Auf ihnen wird der Angesprochene z.B. gefragt, ob er Lust auf ein Mitternachtsbad hat. In den auf der Rückseite angebotenen Antworten wird auf die dramatischen Zahlen im Bereich Augsburg verwiesen.


Hintergrund sind die alarmierenden jüngsten Zahlen des Arbeitsamtes Augsburg vom Mai 2003. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze um 600 von 3.600 auf knapp 3000 Stellen, während gleichzeitig die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz von knapp 3.400 auf knapp 3.600 stiegen.

„Der Stadtjugendring wird noch in diesem Herbst mit weiteren Aktionen Stellung zu diesem Thema nehmen,“ so der Vorsitzende des SJR, Raphael Brandmiller, „um sich – wie in der Vergangenheit – für die Belange der Jugendlichen einzusetzen. Wer keinen Ausbildungsplatz bekommt, der hat später kaum Chancen auf einen Job, gerade bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage.“

Hierzu sitzt Sebastian Kunzendorf, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Stadtjugendrings, mit am runden Tisch, den der Oberbürgemeister Dr. Paul Wengert zum Thema „Ausbildungsplatzmangel“ einberufen hat.

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