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Initiative Kulturpark West

Freie Räume für aktive Jugendliche sind in Augsburg schwer zu finden. Gerade junge Musiker, die sich in der Regel auch noch mit dem Problem der Lärmbelästigung beschäftigen müssen, haben oft große Schwierigkeiten adäquate Räumlichkeiten zu finden. Einige Bands haben momentan auf dem Areal der ehemaligen Reese-Kaserne eine Heimat gefunden, allerdings mit einem befristeten Mietvertrag bis 2005. Um das Angebot an Übungsräumen nicht weiter zu verschlechtern und daneben auch Möglichkeiten für Maler, Theatermacher oder andere junge Künstler zu schaffen, entstand die Idee, mit einer kreativen Zwischenlösung das ehemalige Kasernen- gelände zwischen Ackermann-, Somme-, Ulmer- und Langemarckstraße auch weiterhin zu nutzen.


Die Initiative Kulturpark West, bestehend aus Thomas Lindner (Veranstalter und Gründungsmitglied des KUKI e.V.), Peter Bommas (Junges Theater) und Sebastian Kochs (Stadtjugendring), beschäftigt sich seit 2002 mit einer möglichen Umsetzung. Potentielle Mietergruppen wurden ermittelt und darauf aufbauend ein erstes Konzept erstellt. Da bereits jetzt mit dem Reese-Theater und dem Kulturhaus Abraxas feste Größen der Augsburger Kulturszene auf dem Gelände vorhanden sind, bieten sich die räumlich daran anschließenden ehemaligen US-Wohngebäude für eine inhaltlich ähnliche Nutzung besonders an. Auch der kleinteilige Zuschnitt der Häuser bietet ideale Voraussetzungen für Übungsräume, Ateliers, Werkstätten oder auch als Treffpunkt von Stadtteilinitiativen. Darüber hinaus könnten weitere Gebäude auf dem Gelände für Kultur- oder Musikveranstaltungen genutzt werden. Auch die Sport- und Spielflächen wären ohne großen Aufwand wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.


Da genügend Bedarf an einfachen und günstigen Räumlichkeiten zur kulturellen Nutzung besteht, wird ein sich selbst tragendes Modell angestrebt. Günstige Mieten sollen zu einer entsprechenden Auslastung führen, dafür ist dann auch die Eigenleistung der Mieter bei der Renovierung gefragt. Größere Veranstaltungs- räume sollen privat geführt werden. Eine Vermietung würde auch dazu beitragen die Gebäude weiter instand zu halten und einem schleichenden Verfall entgegen- wirken.

Zum Thema gibt es auch einen Artikel der Neuen Szene Augsburg:

Neue Szene Artikel

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