Zapfenstreich - eine Kampagne für Frieden und Vielfalt

Zapfenstreich Augsburg SJR Augsburg - Kampagne gegen Intoleranz

Zapfenstreich - eine Kampagne für Frieden und Vielfalt

Ziel der Kampagne
Mit "Zapfenstreich - Schluss mit Intoleranz" setzen sich der SJR Augsburg und die DGB-Jugend Augsburg gemeinsam für die Stärkung der Toleranzbereitschaft in Augsburg ein. Augsburg ist eine historisch gewachsene Multikultistadt und Friedensstadt. Damit das so bleibt, haben Diskriminierungen jeglicher Art keinen Platz. Toleranz soll zur Anerkennung führen und somit Rassismus, Sexismus sowie Homo- und Islamophobie überwinden. Toleranz verstehen wir im Sinne des Paragraphen 1 des Grundgesetztes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Wer jedoch gegen die Werte der demokratischen Ordnung verstößt, hat keinen Anspruch auf Toleranz. Daher ist unser Ziel, dass sich jeder Mensch überall aufhalten kann, ohne Angst vor Diskriminierung zu haben.


Zapfenstreich soll eine starke Marke für Vielfältigkeit und friedliches Zusammenleben sowie ein fester Bestandteil der Augsburger Kneipenkultur werden.

Die Kampagne richtet sich vorwiegend gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und Islamophobie. Diese stehen stellvertretend für sämtliche Formen von Diskriminierung. So treten wir

Wir wollen,

  1. …Intolerante Aussagen/Handlungen unterbinden
  2. …eine Diskussion in der Öffentlichkeit anregen. Die Leute sollen sich wieder Gedanken über ein vielfältiges und friedliches Zusammenleben machen.
  3. …die Aufmerksamkeit und das Gespür für nicht tragbare Aussagen schärfen und rufen zur Zivilcourage auf.

Warum der Titel „Zapfenstreich“?
Dreh- und Angelpunkt sind Kneipen (Ursprungsort von Stammtischparolen und diskriminierenden Äußerungen) statt. Zapfenstreich bedeutet „Ende“, „Schluss jetzt“. So sollen die Wirte für nicht tragbare Äußerungen und Handlungen ihrer Gäste sensibilisiert und Störenfrieden den Weg zur Tür zeigen.

Zapfen = Augsburger Wahrzeichen: Zirbelnuss
Streich = im Sinne von „neue Farbe“ (Farbanstrich)

Inhalte der Kampagne:
Die Kampagne besteht aus einem inhaltlichen und einem medialen Teil:
Inhaltlich will der SJR durch eine Veranstaltungsreihe im Februar die Augsbürger für den Umgang mit Diskriminierungen informieren und sensibilisieren. Es wird ein Argumentationstraining mit Dr. Boeser (13.02., Rheingold), einen mitreißenden Bericht eines Ex-Nazis über seinen Ausstieg aus der Rechtenszene (20.02., Weisses Lamm) sowie einen Toleranz-Poetryslam mit Horst Thieme (16.02., Striese) und das Comedytheater der Kult-Kabarettgruppe „Döner mit Sauerkraut“ (06.02., Kresslesmühle) geben.

Über den Veranstaltungen schwebt das Motto: „Flagge bekennen“. Kneipen mit dem Zapfenstreich-Aufkleber an der Tür stehen für Vielfältigkeit und friedliches Miteinander. Mit unserer Citycard-Aktion und auf unserer Facebook-Seite können auch die Gäste Stellung beziehen. Unser Wunsch ist es natürlich, dass die Kampagne so groß wie möglich wird und auch Vereine und andere Institutionen, in denen Intoleranz keinen Platz hat, erreicht. Besonders freut uns, dass der AEV unsere Kampagne unterstützt. Am 03. und 05.02. sind mit einer Selfiestage im Stadion vor Ort und präsentieren unser Video, das wir gemeinsam mit dem AEV gedreht haben.

Termine/Veranstaltungsreihe:

Mo, 06.02., Multikulti-Theater „Döner mit Sauerkraut“ (Kresslesmühle)
Mo, 13.02., Argumentationstraining gegen Stammtischparolen mit Dr. Boeser (rheingold)
Do, 16.02., Toleranz-Poetryslam mit Horst Thieme (Striese)
Mo, 20.02., Ausstieg aus der Rechtenszene - Erfahrungsbericht eines Ex-Nazis (Weisses Lamm)

Warum eine solche Kampagne?
Diskriminierung betrifft uns alle. Überall. Mit #amorestattpengpeng haben wir letztes Jahr Frau Petry gezeigt, was wir von Ihrer Meinung halten. Mit Zapfenstreich setzt der Stadtjugendring gemeinsam mit der DGB-Jugend ein klares Zeichen für Frieden und Verständigung in Augsburg.

Aussicht: Weiterführung Kampagne:
Geplant sind weitere Veranstaltungen, Diskussionen zu aktuellen Ereignissen und Aktionen über das Jahr verteilt und darüber hinaus.