Fachtag Jugendkultur 2021 - Stadtjugendring Augsburg


Fachtag Jugendkultur

Der FACHTAG JUGENDKULTUR ist ein jährlich wiederkehrendes, eintägiges Netzwerk- und Weiterbildungsevent, auf dem aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Jugendarbeit erörtert und beleuchtet werden. Der Fachtag findet 2021 zum dritten Mal statt und gibt haupt- und ehrenamtlich Aktiven in der Jugendarbeit die Gelegenheit Trends und Problemstellungen zu diskutieren und Lösungsansätze in ihren Berufsalltag zu integrieren. Vorträge und praxisorientierte Workshops mit Expert*innen, Diskussionen, die das Publikum explizit mit einbeziehen und Ergänzungsformate, wie z. B. Live-Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen, machen den Fachtag Jugendkultur zu DEM kurzweiligen und über den Tellerrand hinausblickenden Event in der Jugendarbeit.

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Fachtag Jugendkultur 2021 - Alltagsrassismus in der Jugendarbeit

9.10.2021, 14-21 Uhr, Provino-Club (Provinostr. 35)

Bereits im dritten Jahr in Folge fand der Fachtag Jugendkultur des Stadtjugendring Augsburg statt. Der erste Teil (Workshops 14-15:30 Uhr) der eintägigen Veranstaltung war für alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in der Jugendarbeit zur Weiterbildung und Netzwerkarbeit gedacht. Der zweite Teil (16-21 Uhr) richtete sich auch an alle Jugendlichen ab 14 Jahren und Erwachsenen, die Interesse an der Thematik mitbrachten.

Inhaltlich wurden Themen bearbeitet, die sich aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Jugendarbeit widmen. In diesem Jahr wurde der Bereich „Rassismus“ genauer beleuchtet. Hierzu wurde den Teilnehmer*innen Raum gegeben, Trends und Problemstellungen zu analysieren sowie Lösungsansätze und Bewältigungsstrategien für den Arbeitsalltag zu entwickeln.

Die Vorträge und Workshops der Expert*innen, die sich explizit an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit richteten, wurden durch eine Lesung, eine Ausstellung sowie eine Podiumsdiskussion abgerundet, die auch für alle anderen Interessierten geöffnet waren.

Die Veranstaltung konnte kostenlos besucht werden.

Programm

14-15:30 Uhr: Workshop „Rassismus erkennen und überwinden“ (Hangwen Maierhofer; AGABY e.V.)

Rassismus überwinden ist ein hochgesetztes, vielleicht gar utopisches, Szenario. Ist das überhaupt möglich? Und wenn ja, wen braucht es dazu? Dieser Workshop möchte mit interessierten Personen (auch ohne Vorwissen) interaktiv klären, was Rassismus ist und was ihn ausmacht. Dabei soll zunächst praxisnah aufgezeigt werden, wer bei Rassismus eine Rolle spielt, um darauf aufbauend gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Zudem bekommt jede(r) die Möglichkeit, auf Augenhöhe die eigene Position und Rolle in diesem Szenario zu hinterfragen. Mithilfe von unterschiedlichen Bausteinen werden auch Anregungen und Hilfestellungen mit auf den Weg gegeben.

14-15:30 Uhr: Workshop „Rave den Mussolini – Aktuelle Entwicklungen rechtsextremer Musik“ (Jerome Trebing; Sozialarbeiter und Soziologe aus Wien)

Die Bilder von großen Neonazimusikfestivals sind bekannt. Hitlergrüße, Bier und harter Rock. Doch abseits des bekannten „Rechtsrock“ wurde von der extremen Rechten in den letzten Jahren auf diverse musikalische Genres zugegriffen. So finden mittlerweile – vorwiegend in der Ukraine – riesige NSBM Festivals statt. Eine Spielart des Black Metal mit expliziten neonazistischen Bezügen und Inszenierung. Abseits davon schafften es faschistische Rapper kurzzeitig sogar in die Itunes-Charts und verbreiten unterlegt auf harte Beats ihre völkische Ideologie. Und selbst in vermeintlich „unpolitischen“ Genres, wie diversen Spielarten elektronischer Musik, haben Rechtsextreme eigenständige Formate etabliert. So gibt es mittlerweile neonazistische Soundsysteme und mit dem sogenannten „Fash-Wave“ haben auch neuere extrem Rechte ihre eigene Nische gefunden.

Der Workshop analysiert gemeinsam Produkte dieser verschiedenen Genres und versucht dabei zu ergründen, wie durch diese Musik ein aggressiver völkischer Rassismus dargestellt, inszeniert und propagiert wird. Ferner ergründen wir gemeinsam Vertriebsstrukturen, Verbreitung und diskutieren gemeinsam Strategien im Umgang mit diesen Phänomenen.

Zur Person:
Jerome Trebing studierte Soziale Arbeit und Soziologie. Arbeitet derzeit im SOS-Kinderdorf Wien West in der Betreuung von Jugendlichen und für die Amadeu Antonio Stiftung in Berlin für das Projekt „Good Gaming Well Played Democracy“. Er forscht seit Jahren zur außerparlamentarischen Rechten in Österreich, Deutschland und Italien. Ein Fokus liegt hierbei auf faschistischen Subkulturen und der internationalen Vernetzung im europäischen Raum.

16-17:30 Uhr: Vortrag „Hilfe? Aber nur für Deutsche! Wie die extreme Rechte soziale Projekte zur Verbreitung ihrer Ideologie nutzt“ (Jerome Trebing; Sozialarbeiter und Soziologe aus Wien

Gekommen um zu bleiben? Von Obdachlosenunterstützung über Kindersport zum völkischen Gutshof. Über die Versuche der außerparlamentarischen extremen Rechten soziale Projekte zur Verbreitung ihrer Ideologie zu nutzen.

Wenn die Neonazis von der Partei „Der III. Weg“ jedes Jahr im Winter Kleidung an Obdachlose Menschen verteilen, dann wird dies kurzeitig immer wieder medial verhandelt. Dabei ist dieser Zugriff auf das Soziale und Praktiken der Sozialen Arbeit, Jugendarbeit und Pädagogik keine marginale Facette innerhalb der Agitation der extremen Rechten, sondern vielmehr – definiert durch ihre Ideologie – ein zentraler Baustein im Zugriff an gesellschaftliche Zustände.

Wo immer die außerparlamentarische extreme Rechte Infrastrukturprojekte aufbaut koppelt sie diese an vermeintliche Sozialprojekte. So trainieren Neonazis Kinder im Kampfsport und geben Nachhilfe im eigenen „Jugendzentrum“, während anderseits die Faschisten der „Identitären Bewegung“ sich als patriotische Streetworker generieren und gemeinschaftliche Zeltlager und Waffentrainings organisieren.

Vielfach mag diese Agitation als eine vermeintliche Strategie der Verschleierung erscheinen, entpuppt sich jedoch spätestens beim zweiten Blick als zentraler Moment ihre menschenfeindliche Ideologie niedrigschwellig Menschen zugänglich zu machen.

Der Vortrag stellt hierbei verschiedene Projekte und die dahinterliegenden Strategien in den Fokus und zeigt ihre Wirksamkeit sowie die zentralen ideologischen Grundlagen dieser Arbeit auf. Ebenso werden zivilgesellschaftliches Engagement und Strategien aufzeigt, die die extrem Rechten in ihren Raumergreifungsstrategien erfolgreich behindert haben.

18-19:30 Uhr: Lesung „Ein N**** darf nicht neben mir sitzen“ (David Mayonga aka Roger Rekless)

Er ist in der bayrischen Provinz groß geworden und spricht Dialekt. David Mayonga sieht sich in erster Linie als Bayer. Dennoch wird er aufgrund seiner Hautfarbe schon am ersten Tag im Kindergarten zurückgewiesen: »Nein, ein N**** darf nicht neben mir sitzen.« Bis heute begleiten ihn rassistische Anfeindungen. Die Polizei durchsucht sein Auto, beim Einkaufen wird er mit »Was du wollen?« begrüßt.

In seinem Buch »Ein N**** darf nicht neben mir sitzen« gibt David Mayonga einen Einblick, warum wir Menschen solch eine Angst vor dem Anderssein haben. Warum wir diskriminieren und was wir tun können, um dem weniger Raum zu geben.

Doch schon lange bevor er angefangen hat, »Ein N**** darf nicht neben mir sitzen« zu schreiben, hat David Mayonga ein anderes Ventil für den Ausdruck seiner Erfahrungen entdeckt: den Rap. Dieser Abend wird daher eine Mischung aus Rap und Rassismus, Beats und Buch, Text und Toleranz. Angereichert mit vielen persönlichen Erlebnissen ist »Ein N**** darf nicht neben mir sitzen« ein Appell gegen Angst und Vorverurteilung und für eine Gesellschaft, in der wir Menschen danach beurteilen, wer sie sind und nicht, wie sie aussehen.

»MAN KANN SICH AN RASSISMUS NIE GEWÖHNEN, WEIL ER IN IMMER ANDERER FORM AUFTAUCHT.«

Zur Person:
David Mayonga (*1981 in München), auch bekannt als Roger Rekless, ist als Musiker und Produzent überwiegend in der Hip-Hop-Szene unterwegs. Für den Bayerischen Rundfunk moderiert er auf PULS und Bayern 3. Zudem arbeitet der studierte Sozialpädagoge international in der offenen Jugendarbeit, unter anderem im Auftrag des Goethe-Instituts.

19:45-21 Uhr: Podiumsdiskussion - „Alltagsdiskriminierung“

Im ersten Teil der Veranstaltung werden in einer Art „Blackbox“ anonym Geschichten über Alltagsdiskriminierungen erzählt. Diese wurden im Vorfeld durch verschiedene Augsburger Initiativen, die sich mit dem Thema beschäftigen, gesammelt. Ähnlich wie das Konzept „Cat Calls of Augsburg“ soll deutlich gemacht werden, wie weit verbreitet und häufig Diskriminierungen jeglicher Art – auch im Augsburger Alltag – sind.

Im zweiten Teil näherten wir uns dann dem Thema mit Vertreter*innen aus den verschiedensten Augsburger Initiativen und Vereinen in einer Podiumsdiskussion.

Fachtag Jugendkultur 2020 - Deutschrap in der offenen Jugendarbeit

Fachtag Jugendkultur 2020 - Stadtjugendring Augsburg

Hier geht's direkt zu den Videos auf unserem Youtube-Kanal.

Der Fachtag Jugendkultur 2020 fand aufgrund von COVID-19 am 22. Oktober 2020 digital statt. Die Videos wurden im Kesselhaus Augsburg aufgenommen und live via YouTube übertragen. Bis zu 81 Zuschauer*innen verfolgten den Stream zeitgleich. Die Veranstaltung des Stadtjugendring Augsburg ist in Zusammenarbeit der Referentin Jugendkultur mit Kolleg*innen der Region Mitte, der Region Ost und dem Arbeitskreis Gender konzipiert und umgesetzt worden.

Deutschrap in der Offenen Jugendarbeit

Authentisch oder einfach nur diskriminierend? Muss ich erst den Kontext begreifen, wenn von „Bitch“ die Rede ist? Prallen schlicht Generationen aufeinander? Ist es egal, wenn Jugendliche sexistische, rassistische oder antisemitische Texte hören? Gibt es Grenzen? Oder können wir Deutschrap auch für die Offene Jugendarbeit als Aufhänger für bestimmte Themen oder als Zugang zu den Lebenswelten Jugendlicher nutzen? Ein Fachtag zum Thema Rap in der Jugendarbeit mit Workshops, Vortrag, Diskussion, Ausstellung und Live Act.

Ziel des Fachtags war es, einen fachlichen Einblick in die viel diskutierte Welt des Deutschraps zu geben. Vor allem aber wurde an diesem Tag geklärt, wie in der Offenen Jugendarbeit mit Deutschrap und damit einhergehenden Themen wie z. B. Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, etc. auch aus politischer Bildungsperspektive umgegangen werden kann. Mit dem Anspruch des Each-One-Teach-One-Ansatzes wurden mögliche Strategien und Empowerment-Ansätze aufgezeigt und diskutiert.

INHALTE

Workshop: „Fight the Power?“ Rap in der politischen Bildungsarbeit (90 Min)

"Hip-Hop hat mehr Menschen unterschiedlicher Hautfarben und Nationalitäten vereint als sämtliche Politiker der Welt zusammen."  Afrika Bambaataa

Workshopleitung: Tabea Schneider / Johannes Uschalt, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Der Workshop wurde an diesem Tag zweimal via Videokonferenz für je zwanzig Teilnehmende angeboten.

Von Anfang an war Rap und Hip-Hop explizit politisch, sei es im Sinne des Empowerment oder als Instrument dafür, um gerade Minderheiten eine gesellschaftliche Stimme zu geben.

Heute ist jedoch oft von den Problemen der Szene die Rede, wenn wir über Rap und Politik sprechen: Verschwörungstheorien, Homophobie, Sexismus und Antisemitismus tauchen aktuell in etlichen (auch sehr erfolgreichen) Rapsongs auf. In diesem Workshop wurden nicht nur Beispiele von politischem Rap vorgestellt, sondern es wurde an einigen exemplarischen Tracks gemeinsam überlegt, wie mit Jugendlichen über Probleme und Stärken von Rap-Texten gesprochen werden kann.

Die Präsentation zum Workshop wurde uns freundlicherweise von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt. Die Präsentation finden Sie hier zum Download:

Download: Workshop "Fight the Power" (Präsentation)

Workshop: Sprachsensibilisierung und -kompetenzförderung durch Rap (90min)

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Workshopleitung: Bryan Vit M.A. (Hip-Hop Künstler, Forscher, Pädagoge, Aktivist)

Zwanzig Teilnehmende nahmen an diesem Workshop via Videokonferenz teil.

Bei diesem Workshop ging es darum, Strategien vorzustellen, wie in Jugendhäusern mit Deutschrap Sprachsensibilisierung bzw. ein selbstkritisches Sprachbewusstsein gefördert werden kann. Deutschrap wurde dabei im ersten Teil als Konsumware betrachtet und damit Strategien für eine (sprach)kritische Konsumkultur im Jugendhaus in den Fokus gerückt. Metapragmatische Positionierung ("wie spreche ich über Sprache?") und eine Lernkultur im Sinne von 'Each One Teach One' sind hier zentral.

Im zweiten Teil wurde dann aus einer pädagogischen Perspektive das Potential der praktischen Seite von Rap betrachtet. Die omnipräsente Verankerung von Rap in der Lebenswelt der Jugendlichen und ihre Begeisterung für das Phänomen bietet die Möglichkeit, niederschwellige Angebote zu entwickeln, bei denen Jugendliche von bloßen Konsument*innen zu kreativen Akteur*innen werden und Selbstwirksamkeit erfahren. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Informationsgesellschaft in Bezug auf den Umgang mit Medien wird "Rapper*in-Sein" - mit allem was dazugehört – als Werkzeugkasten zum Erwerb von kulturellen Kommunikationskompetenzen verstanden. Die zentrale Frage lautete hier also: Wie können Jugendarbeiter*innen die Begeisterung der Jugendlichen für Rap als Konsument*innen in krea(k)tives Praktizieren fördern? Es wurden Strategien in der Zusammenarbeit mit Akteur*innen der lokalen Rap-Szene für Workshops, dem Bau und Umgang von Tonstudios und dem Organisieren von Rap-Events von und für Jugendliche vorgestellt.

Begrüßung des Geschäftsführers des SJR Augsburg Helmut Jesske & Grußwort des Kulturreferenten Jürgen Enninger

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Auf den Bildern v. l.: Kulturreferent Jürgen Enninger und SJR-Geschäftsführer Helmut Jesske

Hier geht's zum VIDEO: Begrüßung

Vorstellung der Ausstellung „Lieblingsrapper*innen“

Konzept & Workshopleitung: Christina Rösele (Pädagogin SJR)

Workshopteilnehmer*innen: Jugendliche aus den SJR-Einrichtungen der Region Ost

Die Stars der Deutschrapszene sind derzeit die ultimativen Vorbilder vieler junger Menschen. „Am krassesten beeindruckt mich Haftbefehl mit seiner Kriminalität und an Mert Abi finde ich toll, dass er Türke ist und es trotzdem geschafft hat berühmt zu werden. Loredana finde ich einfach geil - ich bin total verliebt in sie! Zu Frauenarzt würde ich sagen: ‚Yallah - lass Frauen suchen und...‘, weil ich einfach mag, dass er mit Frauen so gut umgeht. Samra und Capital haben einfach einen krassen Style!“ Schaffen es Rapper*innen, jugendliche Realitäten besser zu thematisieren als sonst jemand?

Die Ausstellung ist das Ergebnis vieler Diskussionen und Workshops mit jugendlichen Rap-Fans aus der Region Ost.

Vortrag: „Rap im Kopf. Wie Hip-Hop die Jugend prägt und spiegelt. Über Probleme und Chancen einer Subkultur.“

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Referent: Philip Röltgen aka Daily Phil, Event-, Artist- und Tourmanager, Moderator, Blogger, (Sub-)Kulturaktivist. Daily Rap. Hood Love. Kulturamt Augsburg.

Aus dem Untergrund in die Charts, von der Subkultur in den Mainstream. Hip-Hop und Rap haben sich seit seiner Entstehung in den 80ern stark gewandelt. Was aber bleibt und wächst, ist der unbestreitbare Einfluss von Rap auf die Jugend. Als inhaltsstärkste Musikrichtung hat Hip-Hop schon immer erzieherischen Charakter gehabt, der in der heutigen digitalisierten Welt scheinbar in seiner Vielseitigkeit und Reichweite außer Kontrolle geraten ist. Wer junge Menschen verstehen und erreichen will, kommt also an Rap nicht vorbei. Welchen Einfluss hat Rap auf die Charakter- und Lebensbildung von jungen Menschen, wie wirken die Texte, was bewirken die Künstler*innen als Vorbilder, welche Probleme gibt es und welche Chancen entstehen daraus für das Verständnis und die Zugänglichkeit zur Generation Rap?

Hier geht's zum VIDEO: Vortag

Live-Act: Rubi

Fachtag Jugendkultur 2020 - Stadtjugendring Augsburg

Rubi ist Augsburgerin, 20 Jahre alt und macht seit eineinhalb Jahren leidenschaftlich Rap. Shake. Shake. Shake den Booty zu dem Flow.

Hier geht's zum VIDEO: Rubi (Liveact)

Diskussion: Verantwortung der Künstlerin / des Künstlers für die Hörenden. Deutschrap in der Offenen Jugendarbeit

Fachtag Jugendkultur 2020 - Stadtjugendring Augsburg Fachtag Jugendkultur 2020 - Stadtjugendring Augsburg

Diskutant*innen: Sophie Te, Rubi, Philip Röltgen, Benjie, Das Ding ausm Sumpf

Moderation: Bryan Vit

Zum Tagesabschluss stellten wir uns gemeinsam mit Rapper*innen aus Augsburg und München in einer Diskussionsrunde die Frage, wie viel Verantwortung die / der Künstler*in selbst für die Hörenden hat. Wie beeinflusst Rap die Gedanken, die Entwicklung und den Sprachgebrauch junger Menschen? Wir setzten uns auseinander mit dem schmalen Grat zwischen der künstlerischen Freiheit und der Funktion als Vorbild. Gemeinsam wollten wir so einen wichtigen Beitrag sowohl für die Selbstreflexion der Rapper*innen als auch Anstöße zu einer Förderung von Sprachsensibilität in der pädagogischen Praxis leisten.

Hier geht's zum VIDEO: Diskussion

2019: Fachtag Jugendkultur „Einblick in die Szenen der Jugendkultur“

Am 6. November 2019 kam Klaus Farin nach Augsburg, um den ersten Fachtag Jugendkultur des Stadtjugendrings abzuhalten. Der Schriftsteller und Lektor gilt vor allem im Bereich der Jugendkultur als ausgewiesener Experte. Mit Gleichgesinnten gründete er in Berlin 1998 das Archiv für Jugend­kulturen. Seit 2019 trägt er das Bundesverdienstkreuz, ist Vor­standsvorsitzender der Respekt! Stiftung und weiterhin auf Vortragsreisen im deutsch­sprachigen Raum unterwegs. Mitarbeitende der Einrichtungen des SJR bearbeiteten mit Klaus Farin tagsüber das Thema „Jugendkultur in der Augsburger Jugendarbeit“. Neben allgemeinen Fragen zu aktuellen jugendkulturellen Strömungen wurden auch spezifische Thematiken in den einzelnen Häusern besprochen. Am Abend gab Farin bei einem öffentlichen Vortrag im Jugendhaus villa des SJR Einblick in die Szenen der Jugendkultur und sprach über den wesentlichen Unterschied zwischen Jugendkultur und kultureller Jugendbildung.

Fotos: Andreas Keilholz - SJR

Für Rückfragen und weitere Informationen:

Stadtjugendring Augsburg
Referentin für Jugendkultur
Tel: 0821/4502661
E-Mail: jugendkultur@sjr-a.de