"Ein Zweites Zuhause" - Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt

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Im Jugendzentrum villa (ehemals k15), Kanalstraße 15
Ausstellungseröffnung: Sa, 4. Aug., 15 Uhr, ab 14 Uhr Sommerfest
Ausstellung: Do, 21. Aug. - Sa, 8. Sept.

In der Geschäftsstelle des SJR (Schwibbogenplatz 1)
Ausstellung: Di, 18. Sept. - Fr, 17. Nov. 2018

Seit seiner Gründung 1974 als Einrichtung der offenen Jugendarbeit durch den Träger Stadtjugendring Augsburg KdöR, war das Jugendzentrum in der Kanalstraße für viele Jugendliche in Augsburg „ein zweites Zuhause“.

Wie der Begriff „Zuhause“ verdeutlicht, geht die Bedeutung des Juzes über bloße Freizeitaktivitäten hinaus: Es ist ein Ort, dem viele ehemalige BesucherInnen auch heute noch eine hohe Bedeutung beimessen und diesen als sehr zentral in ihrer Lebensgeschichte ansehen. Doch auch für die Stadtgeschichte in Augsburg spielt dieser Ort eine wichtige Rolle: Das Gebäude in der Kanalstraße lässt sich seit über 100 Jahren in Verbindung mit Kindern und Jugendlichen bringen und wurde von verschiedenen Generationen als Treffpunkt und Freizeitort genutzt.

Im Wintersemester 17/18 wurde die wechselvolle Geschichte des Jugendzentrums in der Kanalstraße Gegenstand kulturhistorischer Forschung: Studierende der Europäischen Ethnologie/Volkskunde befragten ehemalige BesucherInnen und (ehemalige) MitarbeiterInnen des Jugendzentrums und des Stadtjugendring Augsburg und werteten entsprechende Schrift- und Bildquellen aus der Zeit von 1974-1997 aus.

Die Ergebnisse dieses Projektes werden nun in einer Ausstellung zu sehen sein. Thematische Schwerpunkte bilden zum einen die Geschichte des Hauses, die Aktivitäten im Juze von 1974-2000 sowie das Jugendzentrum als Ort in der Stadt. Hierbei wird die Stadtteil- und Integrationsarbeit in den 1980er sowie 1990er Jahren beleuchtet und unter anderem danach gefragt, wie im Juze mit Migration umgegangen wurde oder welchen Einfluss das Jugendhaus auf die Stadt hatte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Hip Hop Kultur, die in den 1980er Jahren in der Kanalstraße begann und sich dort in den 1990er Jahren professionalisierte. Letztendlich werden die persönlichen Bedeutungen des Juzes für die ehemaligen BesucherInnen dargestellt, die das Juze als ihr „zweites Zuhause“ beschreiben.

Die Ausstellung soll das Thema „Jugend“ in der Stadtgeschichte verankern sowie die vielschichtigen Bedeutungen der Jugendhäuser am Beispiel des Jugendzentrums in der Kanalstraße zeigen.

Ausstellungseröffnung (Vernissage) findet im Rahmen des Sommerfestes im Jugendzentrum villa statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Projektteam: Leonie Herrmann M.A., Sabrina Rintisch B.A. und Simone Gagalick



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